„GEHEN IST DES MENSCHEN BESTE MEDIZIN“

    (Hippokrates)

Es gibt viele Arten der Meditation. Jedoch haben viele Menschen das Bild eines im Schneider- oder Lotussitz entrückt sitzenden Erleuchteten vor sich. Häufig heißt es auch: „meditieren ist nichts für mich, dieses lange Stillsitzen…zu langweilig, zu anstrengend“.

Dann versuchen Sie es doch mal mit der Meditation im Gehen. Hier ein paar Tipps für einen ganz besonderes Naturerlebnis.

Achtsames Gehen – Mehr als ein Spaziergang

10 erste Schritte:

  • Sie können allein gehen oder auch in der Gruppe. Wenn Sie in Begleitung unterwegs sind, bleiben Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit bei sich und Ihrem Erleben.
  • Wählen Sie ein langsames Gehtempo.
  • Beobachten Sie Ihre Schritte. Wie setzen Sie Ihren Fuß auf den Boden? Wie rollen Sie ihn ab? Spüren Sie auch den Boden unter Ihren Füßen.
  • Versuchen Sie mal, Ihre Schritte an Ihren Atemrhythmus anzupassen. Beobachten Sie, wie der Einatem kommt und der Ausatem wieder geht. Wenn Sie aus der Puste sind, sind Sie definitiv zu schnell unterwegs.
  • Sie können Ihren Fokus auch erweitern und die Natur, die Sie umgibt aufmerksam und mit allen Sinnen wahrnehmen. Hören Sie einen Vogel singen oder das Laub an den Bäumen rascheln, nehmen Sie das wahr aber machen Sie keine Geschichten daraus. Vielleicht nehmen Sie auch ganz besondere Gerüche und Düfte wahr. Nase in die Luft und schnuppern!
  • Spüren Sie in sich hinein. Welche Gefühle steigen bei dem Erleben der Natur in Ihnen auf? Benennen Sie diese Gefühle (wie Glück, Leichtigkeit, ..) und lassen sie wieder ziehen.
  • Vielleicht kommen auch Gedanken, die Sie an dieser Stelle kurz benennen und auch wieder gehen lassen. Sie wollen jetzt schließlich kein Grübelkarussell starten.
  • Gehen Sie mit offenen Augen und Ohren, ohne direkt zu werten und zu beurteilen.
  • Sicherlich schweifen Sie auch hin und wieder ab und in Gedanken schreiben Sie die Einkaufsliste für den nächsten Tag. Macht nichts. Das ist völlig normal. Wenn sie es bemerken, schenken Sie sich ein Lächeln und kehren Sie zum achtsamen Erleben Ihres Atems zurück.
  • Kleiner Tipp zum Schluss: Wählen Sie ruhig eine Strecke aus, die Sie schon oft gegangen sind. Sie werden erstaunt sein, wieviel Neues Sie entdecken werden.

Viel Freude beim Ausprobieren!